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ChessBase Magazin 129 Statt 19,95 EUR
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ChessBase Magazin 129

Vor zehn Jahren war Linares, das Wimbledon des Schachsports, noch eine One-Man-Show. Damals gewann Kasparov mit satten 2,5 Punkten Vorsprung. Solche Dominanz scheint derzeit in weiter Ferne. Beide aktuellen Turnierhighlights dieser Ausgabe, Wijk an Zee und Linares, waren bis zur Schlussrunde hart umkämpft und fanden mit Karjakin und Grischuk eher unerwartete Sieger. Eine Ausnahme stellt vielleicht noch Topalov dar, der sich nach seinem Triumph in Nanjing auch in der WM-Qualifikation gegen Kamsky vorzeitig durchsetzte. Karjakin, Carlsen, van Wely, Radjabov, Caruana, Movsesian - so liest sich die Liste der Starautoren dieser Ausgabe.  
 

Einleitungsvideos

GM Karsten Müller gibt Ihnen in seinem Einleitungsvideo einen ersten Einblick in die diversen Inhalte der DVD, z.B. Karjakins Erstrundensieg in Wijk gegen Morozevich oder die vielen interessanten Eröffnungsbeiträge, z.B. über das Blackmar-Diemer-Gambit, eine Überraschungswaffe gegen Sweschnikow, Skandinavisch mit 3...De5+, 2.Se2 gegen das Najdorf-System oder eine seltene Idee gegen das Leningrader System in der Holländischen Verteidigung.

GM Dorian Rogozenco widmet sein erstes Einleitungsvideo zu dieser Ausgabe den Turnierhiglights von Wijk an Zee und Linares. Unter anderem verdeutlicht er anhand der Partie Carlsen - Karjakin die starken Defensivkünste des späteren Turniersiegers und zeigt, wie Short in der Schlussrundenpartie gegen Caruana den Sieg im B-Turnier verspielte. Vom Turnier in Linares erläutert  Rogozenco Grischuks mustergültige Mittelspielbehandlung gegen Aronian (s. Diagramm) sowie das trickreiche Turmendspiel aus der Partie zwischen Ivanchuk und Anand.

In seinem zweiten Video lässt Rogozenco das Match zwischen Topalov und Kamsky um das Recht zur Herausforderung von Weltmeister Anand Revue passieren. In den Fokus rückt der rumänische Großmeister Topalovs drei Gewinnpartien, speziell diejenigen kritischen Stellungen, in denen der Herausforderer durch ungewohnt klare Fehler das Remis oder sogar den Gewinn verschenkte. Zum Abschluss zeigt Rogozenco jeweils eine Glanzpartie von den hochkarätig besetzten Open in Moskau und Gibraltar sowie von der Deutschen Einzelmeisterschaft.

17.01.-01.02.2009

Wijk an Zee

Sergey Karjakin heißt der Überraschungssieger der diesjährigen Auflage des traditionsreichen holländischen Topturniers. In der Schlussrunde setzte Karjakin mit den schwarzen Steinen gegen Mitkonkurrent Dominguez alles auf eine Karte und wurde mit dem ungeteilten Turniersieg belohnt. Auf der DVD kommentiert der junge Ukrainer zwei seiner Gewinnpartien. Einen ausführlichen Turnierbericht sowie alle Partien von Wijk finden Sie oben über die Linkleiste.


Karjakin,S - Morozevich,A
Stellung nach 18.Ld3

Karjakin startete gleich mit einem Erfolg in das Turnier. Morozevich spielte in der Sizilianischen Paulsen-Variante "seinen" Zug 8...Le7 und lief damit offenbar in die Vorbereitung seines Gegners. Karjakin streute mit 13.Kb1 und 15.Dg2 zwei gute prophylaktische Züge ein und war mit dem Ergebnis der Eröffnungsphase nach 18.Ld3 zufrieden. Die halboffene g-Linie bietet sich zum Angriff auf den gegnerischen König an. Und auf der anderen Seite ist schwer auszumachen, wie Schwarz Gegenspiel entwickeln soll. Bereits im 22. Zug beging Morozevich einen entscheidenden Fehler und musste aufgrund des massiven weißen Angriffs auf g- und h-Linie bald kapitulieren.


Karjakin,S - Adams,M
Stellung nach 14.cxb4

Durch seinen Sieg über Adams in der vorletzten Runde stieß Karjakin in die Spitzengruppe vor. Auch hier gelang es dem Ukrainer, die Eröffnung mit einem (fast) neuen Zug (s. Diagramm) für sich günstig zu gestalten, und profitierte davon, dass sein Gegner anschließend nicht die beste Stellungsbehandlung fand. Nach Adams 19...Tb8 bekommt Weiß eine starke Bauernphalanx am Damenflügel, die die schwarzen Leichtfiguren - allen voran den Läufer auf b7 - ganz schwach aussehen lässt. Klicken Sie hier oder unter das Diagramm und lassen Sie sich von Karjakin dessen beeindruckende Gewinnführung erläutern.
Vorjahressieger Magnus Carlsen gehörte dieses Mal naturgemäß zu den Favoriten im Feld - doch erst in Runde 10 konnte der junge Norweger seinen ersten Sieg einfahren. Für eine erfolgreiche Titelverteidigung blieben in der ersten Turnierhälfte letztlich zu viele Chancen ungenutzt. Eine überzeugende Gewinnpartie gelang Carlsen in der Vorschlussrunde gegen den Holländer Jan Smeets.


Carlsen,M - Smeets,J
Stellung nach 28.b4

Carlsen strebte in dieser Partie mit 2.c4 gegen Caro-Kann rasch wenig bekanntes Terrain an. Seine Analysen zu dieser Partie sind sehr aufschlussreich und verdeutlichen das zähe Ringen um minimalen Vorteil und Initiative. Mit 11.Ld3 wich Carlsen von der Vorgängerpartie Ivanchuk - Topalov ab, die kürzlich in Nanjing zum Remis geführt hatte. Zum Problemkind aus schwarzer Sicht avancierte bald der auf a5 platzierte Springer. Carlsen gelang es in der Folge, immer stärkeren Druck auf die schwarze Stellung aufzubauen, und mit 28.b4 (s. Diagramm) setzte er bereits den entscheidenden Stoß. Sehen Sie, welche Pointe Weiß nach 28...Sb7 in petto hat?
Wie sich die Bilder gleichen: In ChessBase Magazin 128 präsentierte Loek van Wely äußerst unterhaltsam im Videoformat seinen Weißsieg gegen Radjabovs Königsinder von der Schacholympiade. In Wijk hatte der Holländer das Glück, erneut mit Weiß gegen Radjabov antreten zu dürfen. Wieder gelang ihm ein überzeugender Sieg, natürlich gegen dessen Königsinder, und wieder kommen van Welys Analysen in dieser Ausgabe sehr kurzweilig und humorvoll daher.


Van Wely,L - Radjabov,T
Stellung nach 24.Dh3

Im Klassischen Königsindisch gelang es van Wely ganz offensichtlich, seinen Gegner mit 11.Tb1 zu überraschen - ein sehr seltener Zug, mit dem Ponomariov sechs Jahre zuvor an selber Stelle gegen Radjabov gescheitert war. Mit van Welys Neuerung 20.h4 wusste Radjabov nicht richtig umzugehen und entschloss sich kurzerhand für den falschen Plan, in dessen Folge sein König bald in höchster Gefahr schwebte. Mit dem stillen Zug 24.Dh3 (s. Diagramm) nötigt Weiß seinen Gegner, auf h6 zu tauschen und damit seinen König fast gänzlich zu entblößen. Die Aktivierung beider Türme auf der f-Linie ließ den Aserbaidschaner nur wenige Züge später die Segel streichen.
Eine ungleich erfolgreichere Fortsetzung erfuhr Teimour Radjabovs Königsindisch-Duell gegen den Chinesen Wang Yue (das in Linares seine Fortsetzung finden sollte). Entscheidenden Vorteil erzielte Radjabov in dieser Partie erst im Endspiel, als er durch das sehenswerte Bauernopfer 26...e4 seinen königsindischen Läufer befreite und anschließend mit seinen Türmen auf der a-Linie und der halboffenen b-Linie die Initiative übernehmen konnte.
Wang Yue - Radjabov,T zum Nachspielen.


Radjabov,T - Kamsky,G
Stellung nach 41.Ld6

In der Partie gegen Kamsky spielte Radjabov gegen Caro-Kann das seltene 5.Sc5, erreichte damit aber nur geringen Eröffnungsvorteil. Radjabov erläutert in seiner Analyse seine Bemühungen um Initiative am Damenflügel, den undogmatischen Abtausch seines fianchettierten Läufers und die taktischen Verwicklungen, aus denen er in ein Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern mit zwei Mehrbauern gelangte. Karsten Müller hat die Finessen dieses Endspiels in seiner Endspielrubrik unter die Lupe genommen. Die komplette Partie mit den Analysen Radjabovs finden Sie hier.
17.02.-26.02.2009

World Chess Challenge Sofia

Sieger der "World Chess Challenge" und damit nächster Herausforderer von Weltmeister Vishy Anand ist Veselin Topalov, der als klarer Favorit in das Match gegen Gata Kamsky gestartet war. Auf der DVD finden Sie alle Partien des Wettkampfs ausführlich kommentiert. Bis zur Halbzeit konnte der Amerikaner das Match ausgeglichen gestalten. Doch in seinen beiden ersten Französisch-Partien in Runde 5 und 7 agierte Kamsky nach erfolgreicher Eröffnung jeweils unglücklich und musste sich dadurch vorzeitig geschlagen geben.


Topalov,V - Kamsky,G (7)
Stellung nach 31.Db7

Die Partie in Runde 7 verlief symptomatisch für das Match. Kamsky bewies gute Vorbereitung und setzte mit der Neuerung 13...Db6 die weiße Stellung unter Druck. Im Verlauf des Mittelspiels verschaffte er sich sogar Vorteil - investierte hierfür jedoch zu viel Zeit und verlor in den von Topalov initiierten Komplikationen am Ende Kontrolle und Übersicht. In der Diagrammstellung wählte Kamsky mit 31...Teb8 die falsche Zugfolge - 31...b4 32.d7 Teb8 hätte gewonnen und das Match wieder völlig offen gestaltet. Klicken Sie hier oder auf den Link unter dem Diagramm, um die Partie mit den Analysen von GM Igor Stohl nachzuspielen.
19.02.-07.03.2009

Linares

Dank der größeren Anzahl von Gewinnpartien gewann Alexander Grischuk das Superturnier von Linares vor dem punktgleichen Vassily Ivanchuk. Alle Partien sowie einen ausführlichen Turnierbericht finden Sie hier oder über "Linares 2009" oben in der Linkleiste. Die wichtigsten Partien liegen auf der DVD von Krasenkow, Rogozenco, Kritz u.a. in kommentierter Form vor.

Zu den Kommentatoren gehört erstmals auch der erst 14-jährige Anish Giri. Ende Januar erfüllte Giri in Wijk mit dem geteilten zweiten Platz in der C-Gruppe seine letzte GM-Norm. Damit ist er der derzeit jüngste Großmeister überhaupt. In der Deutschen Bundesliga spielt der junge Shootingstar mit nepalesisch-russischen Wurzeln und Wohnsitz in Holland seit dieser Saison für den SK Turm Emsdetten.


Carlsen,M - Wang Yue
Stellung vor 24...Txb6

Auf der DVD kommentiert Giri gleich fünf Partien von Linares, darunter zwei von Magnus Carlsen, die exemplarischen Charakter für dessen wechselvolle Turnierform besitzen. In Runde 10 versuchte der junge Norweger, seinen Gegner Wang Yue mit 7.Ld2 gegen Slawisch mit a6 aus dem Konzept zu bringen. Doch weit gefehlt, der Chinese übernahm mit 10...e5 rasch die Initiative. In der Diagrammstellung setzte Wang Yue mit dem Qualitätsopfer auf b6 alles auf eine Karte. Sein Mut wurde belohnt, denn Carlsen fand nach 25...De5 nicht die richtige Verteidigung. Anish Giri kommentiert die Partie ausführlich vom Anfang bis zur abschließenden Jagd auf den weißen König über das halbe Brett.
03.10.2008-29.3.2009


Feygin - Shirov 
Stellung nach 25...a5

Bundesliga 2008/09

Alexei Shirov ist oft in Deutschland und er spielt seit langem und gerne in der Bundesliga. Das hat verschiedene Gründe, aber einer davon ist sicherlich, dass er in der Bundesliga meist erfolgreich und oft sehr schöne Partien gespielt hat. Die laufende Saison begann allerdings nicht optimal, doch in den letzten Runden gelangen dem sympathischen Wahlspanier eine Reihe sehenswerter Gewinnpartien. Zwei davon kommentiert Shirov ausführlich im Videoformat auf der DVD. In der Partie gegen Feygin ging es schon in der Eröffnungsphase schnell zur Sache. Bereits nach 8 Zügen war Shirov aus seinem Eröffnungsbuch heraus und beschloss, mit Hilfe des ungewöhnlich frühen Vorstoßes am Damenflügel die Vorbereitung seines Gegners zu durchkreuzen. Klicken Sie hier, um sich die ganze Partie von Shirov im Video erklären zu lassen.


Shirov - Landa 
im Videoformat
In der Partie gegen Landa griff Shirov aufgrund fehlender Vorbereitungszeit zu 1.d4, um Landas Russischer Verteidigung und dem Risiko eines frühen Remis aus dem Wege zu gehen. In der Katalanischen Eröffnung wählte er anschließend mit 8.a4 eine Variante, mit der ihm Gelfand bei der Olympiade einige Probleme bereitet hatte. In seiner Videoanalyse geht Shirov ausführlich auch auf diese Partie ein und erläutert, wie ihm das Verständnis der Eröffnungs- und Mittelspielideen aus jener Partie bei seinem Sieg über Landa zu gute kam.
 


13.Sxb5 gegen Sweschnikow

Überraschungswaffen für und wider Sweschnikow

Zusätzlich zu den 11 ausführlichen Eröffnungsartikeln auf der DVD und im Heft bietet diese Ausgabe zwei kürzere Repertoirevorschläge im Videoformat. ChessBase Mitarbeiter Pascal Simon stellt zusammen mit IM Oliver Reeh ein attraktives Figurenopfer vor, durch das Weiß in der Sweschnikow-Variante Initiative und drei starke Mehrbauern am Damenflügel bekommt. Besonders empfohlen für ambitionierte Vereinsspieler, die ihren Gegner in dessen Lieblingsvariante einmal richtig überrumpeln möchten.


12...La6 für Sweschnikow-Freunde

Dorian Rogozenco präsentiert im Videoformat eine selten gespielte Idee im Klassischen Sizilianer, die nicht nur aber vor allem für Sweschnikow-Freunde interessant ist. Wer Sweschnikow mit einer flexibleren Zugfolge (2...e6) anstrebt, wird nach 5...Sc6 oft mit 6.Sxc6 konfrontiert. Im Anschluss an die nachfolgende, weitgehend erzwungene Zugfolge schlägt Rogozenco den Zug 12...La6 vor, der Schwarz gutes Spiel bietet und Weiß gleich vor eine Reihe konkreter Probleme stellt. Ergänzend zum Video steuert Rogozenco auf der DVD zwei ausführlich kommentierte Partien bei.

 

Eröffnungs-Übersichten

Breutigam: Holländisch A87

1.d4 f5 2.g3 Sf6 3.Lg2 g6 4.Sf3 Lg7 5.0-0 0-0 6.c4 d6 7.Sc3 De8 8.Te1 Df7

 

 

Das in diesem Beitrag untersuchte Bauernopfer 9.e4 stellt eine höchst aussichtsreiche Fortsetzung dar und dürfte über den Überraschungseffekt hinaus den Schwarzspielern einiges Kopfzerbrechen bereiten.

Kritz: Skandinavisch B01

1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 De5+

  Nachdem bereits der Sc3 ungünstig steht (verstellt dem c-Bauern den Weg) wird mit dem Damenzug auch eine Figur nach e2 gezwungen. Wenn Schwarz den Entwicklungsrückstand aufholt, kann er gleiches Spiel erlangen.

Marin: Pirc-Verteidigung B08

1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.Sf3 Lg7 5.Le2 0-0 6.0-0 Lg4 7.Le3 Sc6 8.d5 Sb8

    In der klassischen Variante der Pirc-Verteidigung zieht Schwarz gewöhnlich 7…Sc6, dann muss er natürlich wissen, was nach 8.d5 zu tun ist. Marin empfiehlt Chernins 8…Sb8 (statt des am meisten gespielten 8…Lxf3).

Kuzmin: Sizilianisch B20

1.e4 c5 2.Se2 d6 3.g3

    Der Zug 2.Se2 besitzt nur nach 2…d6 Eigenständigkeit, bei anderen schwarzen Zügen würde man mit 3.d4 in einen normalen offenen Sizilianer überleiten. Somit kann die Zugfolge 2…d6 3.g3 als ein Anti-Najdorf-System betrachtet werden.

Langrock: Französisch C03

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sd2 Le7 4.c3

    Im abschließenden Teil des Schwarzrepertoires gegen die Tarrasch-Variante wird der flexible Zug 4.c3 betrachtet. Nach 4…c5 kommt es häufig zu Isolanistellungen, in denen aber Schwarz überraschend gut aussieht.

Neven: Französisch C18

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 Se7 7.Dg4 Dc7 8.Dxg7 Tg8 9.Dxh7 cxd4 10.Se2 Sbc6 11.f4 Ld7 12.Dd3 dxc3

    Mit diesem gewaltigen Beitrag wird der Stand der Theorie in dieser für den gesamten Winawer-Franzosen immens wichtigen Variante dargelegt. Neven stellt sich dabei auf die Seite des Nachziehenden.

Marin: Spanisch C69

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0-0 9.h3 h6 10.d4 Te8 11.Sbd2 Lf8 12.Sf1 Ld7

    Der Aufbau mit 9…h6 und 10…Te8 wird Smyslov-Variante genannt. Marin hält sie trotz ihrer überraschenden Unpopularität für eines der sichersten Abspiele im gesamten Geschlossenen Spanier.

Ftacnik: Blackmar-Diemer-Gambit

1.d4 d5 2.e4 dxe4 3.Sc3 Sf6 4.f3 exf3 5.Sxf3

    Dieses Gambit hat auf einem bestimmten Spielniveau weiterhin seine Berechtigung, denn es fällt Schwarz nicht leicht, die weiße Initiative zu neutralisieren und den Mehrbauern erfolgreich zu verwerten.

Ftacnik: Tschigorin-Verteidigung D07

1.d4 d5 2.c4 Sc6

    Im zweiten Teil werden die Hauptfortsetzungen 3.Sc3 und 3.Sf3 behandelt, ohne dass zeitig auf d5 geschlagen wird. Weiß besitzt ein große Auswahl an Möglichkeiten, aber Schwarz kann sich meistens behaupten.

Postny: Slawisch D15

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 a6 5.a4 e6 6.g3 dxc4 7.Lg2 c5 8.dxc5 Dxd1+ 9.Sxd1

    Nach wie vor suchen die Weißspieler eine gute Variante gegen Slawisch mit 4…a6. Das hier vorgestellte System führt auch nur zu ausgeglichenen Stellungen, aber es hat in der Praxis überraschend gut gepunktet.

Krasenkow: Halbslawisch D45

1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.e3 Sbd7 6.Dc2 Ld6 7.g4

    In diesem Beitrag werden verschiedene schwarze Züge im 7. Zug untersucht. Größere Aufmerksamkeit widmet der Autor den Fortsetzungen 7…Lb4 und 7…h6, letztere erhält sogar ein Rufzeichen, Weiß soll darauf ruhig 8.h3 antworten.


Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 07. Mai 2009 in unseren Katalog aufgenommen.
   
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