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GM Karsten Müller umreißt in seinem Einleitungsvideo die verschiedenen Trainingsinhalte der DVD und gibt Ihnen einen Vorgeschmack auf einige Glanzpunkte, z.B. Gelfands Gewinnpartie gegen Naiditsch von der Schach-Olympiade. Aber auch der Ausblick auf die Eröffnungsbeiträge macht Lust auf mehr. Wäre eine Allround-Walle gegen Caro-Kann vielleicht etwas für Sie? Oder suchen Sie neue Anregungen gegen das kühle und solide Skandinavisch?
GM Dorian Rogozenco lässt in zwei Videos die Turnierhighlights der Monate November und Dezember Revue passieren. Am Anfang steht der Russische Pokal, den der junge GM Vitiguov gewinnen konnte, u.a. dank einer interessanten Idee in der Abtauschvariante des Damengambits. Den Schwerpunkt legt Rogozenco freilich auf die Schacholympiade und stellt u.a. zwei Glanzpartien von Sargissian und Akopian, die mit ihren hervorragenden Ergebnissen entscheidend zum erneuten armenischen Olympiasieg beitrugen.
Im zweiten Video geht Rogozenco in erster Linie auf die Höhepunkte in Nanjing und vom FIDE-Grand-Prix in Elista ein. Topalovs Geistesblitze in Nanjing stehen ebenso auf dem Programm wie zwei ausgewählte Fragmente von Radjabov und Jakovenko aus Elista. Eine wichtige theoretische Neuerung (in B33) lieferte zudem die Entscheidungspartie im traditionsreichen Turnier von Reggio Emilia, die dem Chinesen Ni Hua den Gesamtsieg bescherte.
Mehrere tausend Besucher strömten zum zahlenmäßig größten Spektakel der Schachwelt und schwärmten anschließend von der einzigartigen olympischen Atmosphäre. Wer zu Hause geblieben war, konnte nicht nur viele Stars sondern auch ganz unbekannte und bisweilen exotische Gesichter in ChessBase TV erleben, das jeden Tag live aus Dresden berichtete. Auf der DVD finden Sie eine Vielzahl von Mitschnitten dieser Sendungen. Über den Link ChessBase TV Dresden können Sie die Gesamtliste aufrufen und die einzelnen Beiträge von dort aus starten.
Olympiasieger Armenien
Carlsen kommentiert
Zu den Stargästen von ChessBase TV gehörten u.a. Carlsen und Van Wely, deren ausführliche Partieanalysen zu den Höhepunkten dieser DVD zählen. Magnus Carlsen kommentiert im Videoformat seine Gewinnpartie gegen den tschechischen Spitzenspieler David Navara. Zu Beginn erklärt Carlsen, wie er im Spanier den Marshall-Angriff umging und schließlich durch Zugumstellung in die Saitzev-Variante überleitete. Navaras überraschendes Springeropfer auf e4 konnte den jungen Norweger nicht aus der Fassung bringen. Auf das vielleicht zu ambitionierte 19...d5 folgte kurz darauf Carlsens Qualitätsopfer auf e4 mit entscheidender Initiative. Klicken Sie hier oder auf das Bild links, um die Videopräsentation zu starten.
Gelfand,B - Naiditsch,AStellung nach 16.h5
Boris Gelfand war einer der Garanten für den israelischen Gewinn der Silbermedaille. Nach mäßigem Beginn legte sein Team einen Lauf von sechs Siegen hin, darunter der wichtige Sieg über die glänzend gestartete deutsche Mannschaft in Runde 8. Seine Partien gegen Arkadij Naiditsch aus dieser und gegen Levon Aronian aus der nachfolgenden Runde kommentiert Gelfand auf der DVD ausführlich. In Gelfand - Naiditsch stand ein theoretisches Duell in der scharfen Ragosin-Verteidigung des Damengambits auf dem Programm. Der deutsche Spitzenspieler wählte mit 10...Sd7 und 15...Se5 einen seltenen und riskanten Aufbau. Gelfands Neuerung 16.h5 (s. Diagramm) stellte seinen Gegner vor große praktische Probleme, die der Deutsche am Brett nicht zu lösen vermochte. Nach 16...Ld7 17.Tb3 gewann Gelfand den Bauern bei unverminderter Initiative zurück. Klicken Sie hier oder auf den Link unter dem Diagramm und genießen Sie Gelfands feinsinnige Gewinnführung und Analysen.
Aronian,L - Gelfand,BStellung nach 25...Db2
Caruana kommentiert
Der junge deutsche GM Georg Meier erzielte bei der Olympiade mit 7 Punkten aus 9 Partien ein hervorragendes Einzelergebnis. Gleich in der ersten Runde gelang ihm gegen Cheparinov sein erster Sieg gegen einen 2700er. In einer Nebenvariante der Sizilianischen Verteidigung gingen beide Seiten volles Risiko. Meier rückte früh seine Bauern am Königsflügel vor und setzte den Bulgaren, dessen König es nicht zur Rochade schaffen sollte, sogleich unter Druck. Meier erläutert diese spannende Kampfpartie vom ersten Zug bis zum trickreichen Mattangriff mit 26.Sf6.
Meier kommentiert
Nisipeanu,L - Topalov,V Stellung nach 17.Txf5
Geteilter Turniersieg:Teimur Radjabov
Radjabov,T - Kasimdzhanov,RStellung nach 22.Se4
Gegen Rustam Kasimdhzanov stand ein schweres Theorieduell im Sizilianischen Drachen auf dem Programm, jener Eröffnung, die Radjabov selbst zusammen mit Magnus Carlsen in den letzten Jahren auf Top-Niveau wieder hoffähig gemacht hatte. Dem Aserbaidschaner gelang es, seinen Gegner mit einer Neuerung im 22. Zug des Jugoslawischen Angriffs vor Probleme zu stellen, die sich für den früheren FIDE-Weltmeister am Brett als nicht lösbar erwiesen. Radjabov selbst äußert in seiner Analyse Zweifel hinsichtlich der Tauglichkeit seiner Neuerung. Problematisch bleibt die schwarz Stellung angesichts der offenen Königsstellung, der Schwäche auf den weißen Feldern und des anfälligen Bauern auf f7 sicherlich allemal.
Radjabov,T - Alekseev,EStellung nach 24...c5
Gashimov,V - Jakovenko,DStellung nach 19.g4
Gashimov,V - Mamedyarov,SStellung nach 24.g4
Sieg für Topalov
Topalov,V - Svidler,PStellung nach 19.Tb5
Weitere Trainingslektionen, u.a. im Video-Format, warten auf Sie in den verschiedenen Rubriken, z.B. in Dr. Karsten Müllers Endspiel-Rubrik, mit der Falle von Rainer Knaak oder Taktik von Oliver Reeh (siehe die Linkleiste am Anfang dieser Seite). Die Kolumne Neue DVDs bietet Ihnen mit weiteren Videosequenzen im Chess Media Format vorab Einblicke in neue Fritztrainer DVDs von ChessBase.
Eröffnungs-Übersichten
Kritz: Skandinavisch B01
1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sf3 Lg4 4.Le2 Sc6 5.d4 0-0-0 6.c4
Diese Variante ist gleich für zwei Eröffnungen von Bedeutung, neben dem Skandinavier ist dies die Nimzowitsch-Verteidigung. Gemäß den Untersuchungen von Leonid Kritz ist Schwarz in Schwierigkeiten.
B01 Scandinavian Defence 3.Nf3
Marin: Pirc-Verteidigung B07
1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6 4.Le3 c6 5.Dd2 Sbd7 6.f3 b5
Marin untersucht systematisch und detailliert die wichtigsten Abspiele des Systems mit f3, das der Nachziehende wohl nicht fürchten muss.
B07 Pirc Defence f3
Hazai/Lukacs: Caro-Kann B10
1.e4 c6 2.Sf3 d5 3.exd5 cxd5 4.Se5
Der verblüffende Springerzug besitzt auf den zweiten Blick seine Logik – er verhindert nämlich eine sofortige Entwickung des Lc8. Man kann diesen Aufbau auch ohne große Variantenkenntnisse spielen.
B10 Caro-Kann 4.Ne5
Karolyi: Sizilianisch B67
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 Sc6 6.Lg5 e6 7.Dd2 a6 8.0-0-0 Ld7 9.f3 Le7 10.Le3
9.f3 (statt 9.f4) hat das Zeug zur neuen Hauptvariante. Der Läuferrückzug 10.Lg5-e3 verliert nur scheinbar ein Tempo, denn das schwarze Mehrtempo (Ld7) ist nicht sinnvoll genutzt; das Feld d7 sollte für den Sf6 frei sein, der Läufer kann auf b7 besser stehen.
B67 Sicilian Rauser 8...Bd7 9.f3
Langrock: Französisch C03
1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sd2 Le7 4.e5
Das ist der dritte Teil des Tarrasch-Schwarzrepertoires mit 3…Le7. Mit 4.e5 versucht Weiß den schwarzen Raummangel am Königsflügel auszunutzen, aber wie der Autor zeigt, hat Schwarz keine Schwierigkeiten damit.
C03 French Defence 3.Nd2 Be7
Marin: Italienisch C50
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 d6
Um als Nachziehender in der Italienischen Partie die Symmetrie zu meiden und interessantes Spiel zu bekommen, strebt Mihail Marin einen Aufbau mit …g6 und Läuferfianchettierung an.
C50 Italian Game 3.Bc4 d6
Bojkov: Spanisch C69
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.Lxc6 dxc6 5.0-0 f6 6.d4 exd4 7.Sxd4 c5
Die klassische Bekämpfung der Abtauschvariante mit 5…f6 ist laut Bojkov auch eine aussichtsreiche. In einem mit vielen eigenen Partien gespickten Beitrag stellt Ihnen der Autor die wichtigsten Abspiele vor.
C69 Ruy Lopez Exchange 5...f6
Ftacnik: Tschigorin-Verteidigung D07
1.d4 d5 2.c4 Sc6
Im ersten Teil eines allgemeinen Beitrags über die Tschigorin-Verteidigung behandelt GM Ftacnik die Varianten mit frühem c4xd5. Wie es aussieht, hat Schwarz überall Ausgleich oder ist zumindest nahe dran.
D07 Chigorin Defence I
Krasenkow: Halbslawisch D45
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.e3 Sbd7 6.Dc2 Ld6 7.g4 dxc4 8.Lxc4
Das Schlagen auf c4 als Antwort auf das Shabalov-Shirov-Gambit hat zuletzt an Popularität verloren. Michal Krasenkow zeigt, warum das so ist.
D45 Semi-Slav 7.g4 dxc4
Postny: Grünfeld-Indisch D85
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5 Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 7.Sf3 c5 8.Tb1 0-0 9.Le2 b6 10.0-0 Lb7 11.d5
Mit dem Bauernopfer 11.d5 baut Weiß seinen Raumvorteil aus, Schwarz hat es nicht leicht, zu Spiel zu kommen, denn er kann die c-Linie nicht mehr öffnen. Objektiv kann der Nachziehende vielleicht ausgleichen, aber er befindet sich in der Defensive.
D85 Gruenfeld Defence 8.Tb1
Grivas: Bogoindisch E11
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 Lb4+ 4.Sbd2
Mit vielen eigenen Partien stellt Ihnen unser griechischer Autor ein Weiß-Repertoire gegen Damenindisch + Bogoindisch vor; dies ist der dritte Teil.
E11 Bogoindian Defence 4.Sbd2
Kuzmin: Damenindisch E15
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 b6 4.g3 La6 5.Dc2 Lb7 6.Lg2 c5 7.d5!? exd5 8.cxd5
Dies ist eine sehr prinzipielle Variante, denn mit …La6 hat ja Schwarz die weiße Dame nach c2 gelockt, nun kann sie dem Bauern d5 keine Unterstützung geben. Steht Weiß dennoch gut hier? Der Autor sieht vor allem kein Risiko für den Anziehenden.
E15 Queens Indian 5.Dc2
Stohl: Nimzoindisch E25
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.f3 d5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 c5 7.cxd5 Sxd5 8.dxc5 f5
Mit 4.f3 überraschte Anand im WM-Match, sein Kontrahent Kramnik konterte mit 8…f5 (statt 8…Da5). Igor Stohl lässt in seinen Untersuchungen keine Nebenvariante aus und präsentiert Ihnen den Theoriestand dieser Variante.
E25 Nimzoindian 4.f3